Die Geschichte spielt 1961 in den Niederlanden in einem stattlichen Haus mit Garten. Isabel lebt hier allein mit den Bediensteten seit ihre Mutter verstorben ist und die Brüder in die Stadt gezogen sind. Sie hütet Wände und Geschirr, bewahrt Erinnerungen und vor allem Ruhe. Erst, als die Freundin ihres Bruders hier wohnen will, gerät Isabels Welt ins Wanken. Die Antipathie gegen diese impertinente, verhaltensauffällige Frau ist gross. Eva, die weder Herkunft noch Zukunft hat, ist vulgär und zu unbrechenbar lustig. Isabel verteidigt ihr Reich also bis auf die Zähne und lässt keinen Zweifel daran, dass sie niemanden neben sich duldet. Doch mit der Anwesenheit der Anderen bröckeln Gewissheiten — und Eva verliert zusehends die Kontrolle. Dieses grossartige, queere Debüt von Yael van der Wouden stand 2024 auf der Shortlist des Booker Prize. Es ist nicht nur eine Liebesgeschichte, es ist auch ein wichtiges Buch zum Thema Enteignung.
In ihrem Haus
Autor:
Yael von der Wouden
Titel:
In ihrem Haus
Link-Text:
Gutkind Verlag, 320 Seiten, 2026
Link-URL:
https://gutkind-verlag.de/autoren/yael-van-der-wouden/
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